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Praktikum als Kfz-Mechatroniker bei Citroën in Lille (Frankreich) - Franz-Jürgens-Berufskolleg, Düsseldorf

Praktikum als Kfz-Mechatroniker bei Citroën in Lille (Frankreich)

Frankreich, ein Land an das man denkt, wenn man Paris oder Baguettes hört.

Aber wie lebt und arbeitet man in Frankreich, wie verständigt man sich, wenn man nicht die Sprache spricht? Das möchte ich euch erzählen.
Mein Name ist Artur, ich bin 25 Jahre alt und durfte einen Monat in der schönen Stadt Lille verbringen. Lille ist ungefähr 350 km von Düsseldorf entfernt und liegt relativ nah an der Grenze zu Belgien. Die Menschen, die den Film „ Willkommen bei den Scht`is“ gesehen haben wissen sofort wovon ich rede, wenn ich sage, dass dort das Wetter nicht immer das Schönste ist, es aber auch echt sonnige Tage gibt. Ich hatte Glück und überwiegend sonnige Tage, da konnte man seinen Samstag auch mal barfuß und in kurzer Hose am 100 Km entferntem Meer verbringen.
Ich habe meinen einmonatigen Aufenthalt in Lille im netten Unternehmen Citroën verbracht und konnte mir kein geeigneteres Unternehmen vorstellen. Eine moderne Firma, kombiniert mit einem jungen Team, ergibt einen lustigen aber lehrreichen Aufenthalt. Ich habe viele nette Menschen kennengelernt, die mich sofort in ihr Team integriert haben. Da ich selber kein französisch spreche fiel es mir am Anfang sehr schwer mit ihnen zu kommunizieren. Dies verflog aber relativ schnell, nachdem wir einige Tage zusammen gearbeitet haben und sofort wusste, was der andere versuchte einem zu sagen. Falls auch das nicht geklappt hat, haben wir zum altbewährten Lexikon gegriffen. Ich habe in meiner Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker Schwerpunkt Karosserie schon einiges lernen dürfen, ich war jedoch erstaunt, was man nicht noch alles dazulernen kann. Auch wenn man viele Sachen genau so macht wie in Deutschland, gibt es immer noch Methoden, die man anwenden kann und die einem die Arbeit am Fahrzeug vereinfachen können. Deshalb sollte man immer lernbereit sein, um einfach mal zu sehen: „Ahh schau mal. Es geht auch anders und einfacher “. Den Rest des Monats im Unternehmen habe ich mit neu kennengelernten Freunden verbracht.

Große Unterstützung hatte ich auch bei der Organisation der Unterkunft, des Fahrtickets, der Lebensmittel, einfach bei allem wo ich Fragen hatte. Falls du das lesen solltest Pierre, nochmals vielen lieben Dank für alles. Pierre war mein Betreuer in Frankreich, der mir die Stadt gezeigt hat, mir näher gebracht hat, welche schönen Orte ich mit der Metro erreichen kann, mir sogar ein Fahrrad und Zugang zu einem Fitness-Studio organsiert hat, damit ich auch körperlich fit bleibe. Also wer das Glück hat, sein Auslandspraktikum in Lille zu machen, ist bei Pierre in guten Händen.

Ich bin mit dieser Erfahrung ein Stück reifer geworden, weil ich mich getraut habe etwas Neues zu entdecken und  mich ins Abenteuer, in einem für mich fremden Land, gestürzt habe. Diese wollte ich gerne mit euch teilen und hoffe, ich habe euer Interesse geweckt, euch vielleicht auch in ein neues Abenteuer zu begeben.

Euer Artur