Franz-Jürgens-Berufskolleg

Dem Klassiker wird frischer Wind eingehaucht - Franz-Jürgens-Berufskolleg, Düsseldorf

Dem Klassiker wird frischer Wind eingehaucht

Durch die Organisation und das Engagement von Frau Stein war es möglich, die neue und mobile Inszenierung von ,,Faust“, mit dem in der heutigen Zeit passenden Namen ,,Faust to go“, in unserer Aula am 31.01.2017 stattfinden zu lassen.
 
Ein noch heute bekannter Ausdruck lautet: ,,Das also war des Pudels Kern.“ Mit genau diesen Sprichwörtern ist auch die Neuinszenierung bestückt.
Solche und weitere berühmte Zitate sind Teile des von Johann Wolfgang von Goethe 1808 veröffentlichten Meisterwerkes ,,Faust“. ,,Faust to go“ spielt hierbei das moderne Äquivalent zu dem vor ca. 200 Jahren erschienenen Werk.
 
Faust, gespielt von Torben Kessler, ist ein Mediziner und Jurist, der keine Zufriedenheit in seinem Leben findet. Das Zusammentreffen mit einem Pudel, der Faust nicht mehr von der Seite weichen will, ist kein Zufall, denn dieser gibt sich als der Teufel Mephistopheles, gespielt von Stefan Gorski, zu erkennen und verführt Faust zu einem Pakt in Form einer Wette, die sein Leben verändern sollte. Der Teufel verhilft Faust zu neuer Jugend und dem nötigen Charme, die Liebschaft mit einem jungen Mädchen, Gretchen, gespielt von Cennet Rüya, einzugehen.
Die Tragödie nimmt ihren Lauf: Hexerei, Frauen, Exzesse, Intrigen und Liebe!
 
Die Neuinszenierung von diesem alten Stück war für uns nicht immer leicht zu verstehen. Die Verwendung der Originaltexte mit Ausdrucksweisen, die man heute nicht mehr verwendet, spielte hierbei die größte Hürde.
Durch eine wechselnde Szenerie und durch eine mit Bild- und Tonmaterial unterstützte Kulisse, - hauptsächlich im Bereich Düsseldorf aufgenommen - wird der Zuschauer in den Bann der Handlung gezogen. Das Regionalherz schlägt höher, man fühlt sich als ein Teil der Geschichte.
Das fünfköpfige Ensemble schafft mit Bravour den Spagat zwischen der Verwendung der originalen Texte und dem Einbringen in die Moderne. Durch Gestiken, Kulissen und Requisiten  wird das alte Werk in die Neuzeit katapultiert.
Die kurzen Zwischenfrequenzen in Form von Videoausschnitten gehen nahtlos mit dem Gespielten ineinander über. Sie dienen nicht nur als Unterstützung, sondern sind Teil des Stückes.
 
Für alle, die Interesse an deutscher Literatur bzw. Klassikern haben, ist diese etwas andere Variante von Faust eine gelungene Abwechslung und sehr zu empfehlen. Allerdings sollte man ein gewisses Maß an Sprachgewandtheit und  -verständnis mitbringen.   
Besonders Schulen würden wir diese Aufführung ans Herz legen. Sie bringt erste Einblicke und Eindrücke  von Goethes bekanntestem Werk und man kann sehen, wie einfallsreich und modern man dieses alte Drama spielen und darstellen kann.
 
Chistopher Engel mit der Klasse A13F1