Franz-Jürgens-Berufskolleg

Berechnungen am Bosporus - Franz-Jürgens-Berufskolleg, Düsseldorf

Berechnungen am Bosporus

"KOFFER GEPACKT?" fragte Herr Sahan seine Schüler, bestehend aus vier Personen der Fachschule für Maschinentechnik, welche sich auf die Reise nach Istanbul vorbereiteten. Sie hatten sich für die Projektmöglichkeit über das Erasmus+ Programm „Europa macht mobil am FJBK“ interessiert und die Chance erhalten, ihre große Projektarbeit im Ausland zu schreiben.
Die große Projektarbeit ist ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker bzw. zur staatlich geprüften Technikerin. In der Projektphase sollen die angehenden Techniker/-innen ein praxisnahes Problem unter technischen Gesichtspunkten lösen bzw. optimieren. 
 
Das Projekt in Istanbul wurde in enger Zusammenarbeit mit der renommierten technischen Universität von Istanbul (ITU) realisiert. Die gestellte Aufgabe war, die Konstruktion eines Dauerschwingversuches zu vervollständigen und zu optimieren (vgl. Abbildung 1). Neben den fachlichen Arbeiten hatten die Schüler während ihres dreiwöchigen Aufenthaltes in Istanbul Gelegenheit, Land, Leute und Kultur kennenzulernen. So kam zu den technischen Anforderungen des Projektes die besondere Herausforderung, Sprache und kulturelle Besonderheiten im Land zu meistern.
 
„Unser Aufenthalt in Istanbul und die Möglichkeit über das  ERASMUS+ Programm erwies sich als sehr lehrreich in vielen Bereichen. Zum einen die Arbeit mit den Professoren an der Uni als auch die kulturelle Seite Istanbuls kennenzulernen. Wir konnten unsere Englischkenntnisse verbessern, da die hauptsächliche Kommunikation über die englische Sprache stattfand. Die Professoren waren sehr nett und halfen, wo sie nur konnten, damit wir in unserem Projekt weiterkamen.
Wir lebten am Taksim Platz, einem der schönsten Orte Istanbuls. Auch der tägliche Umgang mit den Menschen vor Ort war eine Erfahrung, die man sein Leben lang nicht vergessen wird. Nach einigen Tagen hatten wir unser Stammlokal, wo wir jeden Abend unser „Tavuk Dürüm“ aßen, und in der Bar nebenan uns ab und zu nach getaner Arbeit eine Shisha gönnten. Das Zusammenleben untereinander war nicht immer einfach, jedoch überwiegen die positiven Erfahrungen definitiv! „Vor allem werden wir die SIMIT-Ringe zum Frühstück nicht vergessen“, sagte der Studierende Zhurakovsky. „Das Wichtigste jedoch war, dass wir unser Projekt erfolgreich ohne größere Probleme abschließen konnten“."
 
Ob nun Istanbul, Nottingham, Lissabon, Wien oder eine andere europäische Stadt. Eine Projektarbeit oder ein Praktikum im Ausland machen sich nicht nur im Lebenslauf gut. Sie bieten Schülerinnen und Schülern vor allem die Chance, Neues kennenzulernen und Bekanntes anzuwenden. Deshalb werden auch in diesem Schuljahr wieder Praktika und Projekte in unterschiedlichen Ländern Europas angeboten. Wer sich dafür interessiert, wendet sich bitte an die jeweilige Klassenleitung.