Franz-Jürgens-Berufskolleg

Gewaltprävention - Franz-Jürgens-Berufskolleg, Düsseldorf

Gewaltprävention im FJBK - Theater und Schülertrainings

Am 2.10.2012 fand im Franz-Jürgens-Berufskolleg zum zweitenmal das Steimel-Menschner-Theaterprojekt zur Gewaltprävention statt. Zunächst wurde um 8.15 h in der Aula Färberstraße das Theaterstück "Tatverdächtige" aufgeführt. Anschließend nahmen acht Klassen an einem Schülertraining teil, insbesondere Schüler des Berufsgrundschuljahres und der Berufsfachschule. Das Training dauerte 90 Minuten und fand ab 9.30 h bzw. 11.25 h in den jeweiligen Klassenräumen statt.

In dem Theaterstück "Tatverdächtige" werden Ursachen und Wirkungen von Gewalt durch sechs Schauspieler in Szene gesetzt.

Das Stück zeigt aus der Sicht der Jugendlichen verschiedene Arten von Gewalt, in der Schule, auf dem Schulhof und zuhause. Gewalt hat viele Gesichter, sie reicht von sprachlicher Beleidigung und Provokation bis zu körperlicher Gewalt. 50 Minuten erleben die Schüler Situationen, die so dicht an ihrer Lebenswirklichkeit sind, dass die Zuschauer eine Unterbrechung durch einen zu spät kommenden Schüler als Teil des Theaterstücks empfunden haben und entsprechend darauf reagierten. Der Theaterpädagoge Olaf Herzog sagt dazu: "Wir halten den Jugendlichen den Spiegel vor."

Gewaltprävention SchülertrainingDas Stück sowie das Schülerttraining sollen die Schüler sensibilisieren für das Thema "Gewaltprävention", sie bieten praxisnahe Verhaltensalternativen in Konfliktsituationen an und erweisen sich als ein geeignetes Mittel zur Gewaltprävention. Das Schülertraining thematisiert, wie man mit verbalen und körperlichen Angriffen auf die eigene Person umgehen kann. Die Schüler beschäftigen sich mit Fragen wie: Was signalisieren meine Körperhaltung, Mimik und Stimme? Wie entziehe ich mich einer bedrohlichen Situation? Sie spielen im Klassenverband einzelne Szenen, beschreiben und reflektieren sie und beziehen sich dabei auch auf das Theaterstück. Sie lernen Möglichkeiten, körperlicher Gewalt und Mobbing zu begegnen. Je nach eigenen Erfahrungen und Interessen der Klassen konnten auch unterschiedlich Schwerpunkte in den Trainings gesetzt werden.

Ziel des Training ist es, eine positive Körpersprache sowie Einfühlungsvermögen, Selbstbewusstsein und Zivilcourage zu entwickeln und zu verstärken.

Hier Beiträge der BG 1:

Morgens haben wir uns in der Aula getroffen. Dann haben sich die Leute vorgestellt. Sie haben ein Theaterstück aufgeführt. Ich fand das Theaterstück sehr interessant und lustig. In dem Stück ging es um den Alltag in Schulen. Nach dem Theaterstück haben wir ein Antiaggressionstraining gemacht. Im Training ging es darum, wie man am besten stressige Situationen gewaltfrei klärt. Uns wurde alles genau erklärt. Manchmal nützen Wörter mehr als Schläge.

Mir hat das Theater gut gefallen, weil ich manche Situationen selbst gesehen habe. Im Training haben wir uns sehr viel über den Schulalltag unterhalten.

Für manche war das Theaterstück mitreißend, für andere eher unrealistisch.

Das Theater hat mir gut gefallen, weil sie Schüler widergespiegelt haben und uns gezeigt haben, wie Schüler manchmal in der Schule sind, wenn sie zu spät kommen, was für Ausreden sie haben. Das Training fand ich nicht so gut, weil das fast niemand wirklich im Leben macht. Aber ein bisschen gut war das auch, das war eine Hilfe, wenn wir gerade in so einer Lage sind.

Das Theater war lustig anzusehen und das Training danach war gut und wenn man es draußen auch einsetzt, kann man dem Streit gut aus dem Weg gehen.

Ich fand das Theaterstück langweilig, weil ich es schon mal gesehen hatte. Ich fand das Training ganz normal, ich fand diesen Trainer ein bisschen komisch.

Das Theater war für mich nicht gut, weil es schlimme Worte und Beleidigungen gab. Das Training war gut, z.B. ein Mann sagt etwas, dann sage ich zurück: "Wie du meinst." oder gehe weg und sage: "Danke".

Es war doch gut, wie sie sich bewegen und gut organisiert sind. Aber eine Sache gefällt mir nicht: Das sind viele Beleidigungen, z.B. "Du Schlampe" und sowas. Das Training war sehr gut, es gefällt mir gut. Man weiß, wie man mit Leuten umgehen kann und wird selbstbewusst. Das ist meine Meinung.

Das Theaterstück war nicht so, wie man sich ein Theater vorstellt. Das Theaterstück spiegelt das Verhalten der Jugend wider. Ich fand es ganz interessant.

Das Theaterstück war auf seine eigene Art und Weise einzigartig vorgespielt. Die Schauspieler waren mit Körpersprache und Ausstrahlung bestens geübt und konnten diese im Theaterstück bestens rüberbringen. Da sie sich über die ganze Aula verteilt haben, konnte jeder Schauspieler seine eigenen Zuschauer sammeln und sein Thema "Gruppenzwang" oder "falsches Benehmen" somit bestens rüberbringen.