Franz-Jürgens-Berufskolleg

Drogen- und Suchtberatung - Franz-Jürgens-Berufskolleg, Düsseldorf

Drogen- und Suchtberatung am FJBK

Das Franz-Jürgens-Berufskolleg ist eine Schule, die im Umfeld des Düsseldorfer Hauptbahnhofes und des Volksgartens liegt. Schon darauf resultiert, dass „Alkohol- und Drogensucht“ an der Schule ein Thema ist. Viele Schüler haben zumindest Marihuana o. ä. Drogen schon einmal probiert oder haben gesehen, dass z.B. am S-Bahnhof Friedrichstadt oder in der S-Bahn gedealt wird. Es ist auch vorge-kommen, dass auf dem Schulgelände mit Drogen gedealt wurde oder gebrauchte Spritzen gefunden wurden. Trotzdem ist für unsere SchülerInnen die Gefahr durch Alkohol das größere Problem.

Gerade bei Jugendlichen nimmt das sogenannte Komatrinken immer mehr zu. Immer mehr Jugendliche landen nach exzessivem Alkoholkonsum auf der Intensivstation. Aber selbst wenn dies ausbleibt, ist der regelmäßige und sich steigernde Alkoholgenuss insbesondere am Wochenende für viele SchülerInnen ein Thema. Vom regelmäßigen Wochenendtrinken bis zur Sucht ist der Schritt nicht weit, insbesondere, wenn aus Frust getrunken wird, weil man sein Leben, seine Misserfolge nicht mehr aushalten kann und nicht mehr daran denken und nur noch cool feiern will. Kaum minder schlimm sind die Gefahren, die von Internet- und Spielsucht ausgehen. Auch sie ermöglichen die Flucht aus dem Alltag und evtl. den Kick in einem anderen Leben, in dem man der sein kann, der man möchte. Gleichzeitig führen alle diese Mittel aber nicht dazu, dass man seine Probleme bewältigt. Im Gegenteil: Man verschafft sich weitere und schlimmere Probleme, die, wenn sie erst zur Sucht geworden sind, nur sehr schwer in den Griff zu bekommen sind.

Deshalb ist den Anfängen zu wehren. Um dies zu erreichen, müssen Schulleitung, LehrerInnen, SozialarbeiterInnen und SchülerInnen sowie bei Problemen Minderjähriger auch die Eltern zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen. Gesundheitsförderung ist ein Schwerpunkt in unserem Schulprogramm. Daher sind auch die Themen „Suchtprävention, gesunde Ernährung, regelmäßiges Trinken, bewegte Pause und freundlichere Gestaltung des Schulgeländes“ der Schule ein besonderes Anliegen.

Der Schwerpunkt der Suchtprävention soll nicht darauf liegen, Sucht und Drogen zu verteufeln und dadurch Widerstand bei den SchülerInnen zu provozieren, sondern darauf, den SchülerInnen Informationen und Folgen spielerisch, z.B. in der Form von Theater vor Augen zu führen und sie z.B. mit trockenen Alkoholikern und deren Lebensbericht zu konfrontieren. Daraus wird sich fast automatisch eine Auseinandersetzung mit dem Thema und dem eigenen Umgang damit ergeben. Den SchülerInnen sollen Alternativen zum Alkohol- und Drogenkonsum aufgezeigt und ermöglicht werden, die ihre Persönlichkeit und ihr Vertrauen in sich und andere Menschen stärken bzw. an ihren Stärken anknüpfen und diese fördern sollen.

Die Schüler und Schülerinnen sind besonders dann von Sucht – sowohl stofflicher als auch nichtstoff-licher Sucht – bedroht, wenn sie im Leben ständig gefrustet sind, weil sie nur Misserfolge erleben. Wer Probleme wegtrinken, durch illegale Drogen oder Computerspiele nicht mehr spüren will, der ist viel eher von Sucht bedroht als der, der beispielsweise den Alkohol genießt.

Angestrebt werden sowohl Sucht- und Drogenprävention durch

  • Aushang von Informationen
  • Material für den Unterricht bzw. zu besonderen Veranstaltungen
  • Behandlung des Themas insbesondere im Religions- und Politikunterricht
  • Vorträge der Staatsanwaltschaft sowie der Stadtteilpolizisten zum Thema „Alkohol im Straßenverkehr“ mit praktischen Übungen, z.B. mit der Rauschbrille
  • Besondere Aktionen zur Stärkung der Persönlichkeit, Vertrauensbildung oder Aufzeigung von Alternativen (Theater, Klettergarten, Coolnesstraining, Gesundheitstag, alkoholfreie Cocktailbar und gesunde Ernährung am Tag der offenen Tür o. ä.)
  • Kontakte zu außerschulischen Organisationen (städtische Drogenberatungsstellen, Diakonie, Kreuzbund, Staatsanwaltschaft und Polizei)
  • Fortbildung der KollegInnen (schulintern oder –extern)

als auch Intervention im Bedarfsfall durch

  • Gespräche mit den SchülerInnen, LehrerInnen, insbesondere KlassenlehrerInnen, SozialarbeiterInnen und evtl. auch den Eltern
  • Vermittlung an Hilfsorganisationen (städtische Drogenhilfe, Diakonie, Jugendamt ect.)

Bei Konsum von illegalen Drogen auf dem Schulgelände oder Dealen sind auch Maßnahmen wie der Verweis vom Schulgelände oder evtl. Kontakt zur örtlichen Polizei nötig.