Franz-Jürgens-Berufskolleg

Beraten und Fördern - Franz-Jürgens-Berufskolleg, Düsseldorf

Schulsozialarbeit am FJBK

Die Schulsozialarbeit ist ein Baustein der Beratung am FJBK.

Am Franz-Jürgens-Berufskolleg gibt es 2 Stellen für Schulsozialarbeit. Ziel der Schulsozialarbeit ist ein breites Beratungs-, Unterstützungs- und Vermittlungsangebot in allen schulischen, persönlichen, beruflichen oder interkulturellen Lebenslagen.
Das Angebot richtet sich zunächst einmal an Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte. Auch Eltern, Betreuer, Ausbilder und alle weiteren Personen, die mit der Schule in Verbindung stehen, können gerne Kontakt aufnehmen.

Kontakt:

Frau Scherber (internationale Klassen):
Tel.: 0211-8998684, Färberstr. 34 - Raum 301, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Frau Sender (alle übrigen Klassen):
Tel.: 0211-8998683, Färberstr. 34 - Raum 013, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Für Terminabsprachen bitte die Aushänge an den Bürotüren beachten.
In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte an das Sekretariat, Tel. 0211-8998652

Weitere Ansprechpartner des Beratungsteams sind:

  • Beratungslehrerinnen: Frau Falger, Frau Jüdell
  • Drogenbeauftragte: Frau Stein
  • Seelsorge: Frau Heitkamp, Herr Bierei
  • SV Lehrer: Frau Weber, Herr Teske, Herr Hellwig

Drogen- und Suchtberatung am FJBK

Das Franz-Jürgens-Berufskolleg ist eine Schule, die im Umfeld des Düsseldorfer Hauptbahnhofes und des Volksgartens liegt. Schon darauf resultiert, dass „Alkohol- und Drogensucht“ an der Schule ein Thema ist. Viele Schüler haben zumindest Marihuana o. ä. Drogen schon einmal probiert oder haben gesehen, dass z.B. am S-Bahnhof Friedrichstadt oder in der S-Bahn gedealt wird. Es ist auch vorge-kommen, dass auf dem Schulgelände mit Drogen gedealt wurde oder gebrauchte Spritzen gefunden wurden. Trotzdem ist für unsere SchülerInnen die Gefahr durch Alkohol das größere Problem.

Gerade bei Jugendlichen nimmt das sogenannte Komatrinken immer mehr zu. Immer mehr Jugendliche landen nach exzessivem Alkoholkonsum auf der Intensivstation. Aber selbst wenn dies ausbleibt, ist der regelmäßige und sich steigernde Alkoholgenuss insbesondere am Wochenende für viele SchülerInnen ein Thema. Vom regelmäßigen Wochenendtrinken bis zur Sucht ist der Schritt nicht weit, insbesondere, wenn aus Frust getrunken wird, weil man sein Leben, seine Misserfolge nicht mehr aushalten kann und nicht mehr daran denken und nur noch cool feiern will. Kaum minder schlimm sind die Gefahren, die von Internet- und Spielsucht ausgehen. Auch sie ermöglichen die Flucht aus dem Alltag und evtl. den Kick in einem anderen Leben, in dem man der sein kann, der man möchte. Gleichzeitig führen alle diese Mittel aber nicht dazu, dass man seine Probleme bewältigt. Im Gegenteil: Man verschafft sich weitere und schlimmere Probleme, die, wenn sie erst zur Sucht geworden sind, nur sehr schwer in den Griff zu bekommen sind.

Deshalb ist den Anfängen zu wehren. Um dies zu erreichen, müssen Schulleitung, LehrerInnen, SozialarbeiterInnen und SchülerInnen sowie bei Problemen Minderjähriger auch die Eltern zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen. Gesundheitsförderung ist ein Schwerpunkt in unserem Schulprogramm. Daher sind auch die Themen „Suchtprävention, gesunde Ernährung, regelmäßiges Trinken, bewegte Pause und freundlichere Gestaltung des Schulgeländes“ der Schule ein besonderes Anliegen.

Der Schwerpunkt der Suchtprävention soll nicht darauf liegen, Sucht und Drogen zu verteufeln und dadurch Widerstand bei den SchülerInnen zu provozieren, sondern darauf, den SchülerInnen Informationen und Folgen spielerisch, z.B. in der Form von Theater vor Augen zu führen und sie z.B. mit trockenen Alkoholikern und deren Lebensbericht zu konfrontieren. Daraus wird sich fast automatisch eine Auseinandersetzung mit dem Thema und dem eigenen Umgang damit ergeben. Den SchülerInnen sollen Alternativen zum Alkohol- und Drogenkonsum aufgezeigt und ermöglicht werden, die ihre Persönlichkeit und ihr Vertrauen in sich und andere Menschen stärken bzw. an ihren Stärken anknüpfen und diese fördern sollen.

Die Schüler und Schülerinnen sind besonders dann von Sucht – sowohl stofflicher als auch nichtstoff-licher Sucht – bedroht, wenn sie im Leben ständig gefrustet sind, weil sie nur Misserfolge erleben. Wer Probleme wegtrinken, durch illegale Drogen oder Computerspiele nicht mehr spüren will, der ist viel eher von Sucht bedroht als der, der beispielsweise den Alkohol genießt.

Angestrebt werden sowohl Sucht- und Drogenprävention durch

  • Aushang von Informationen
  • Material für den Unterricht bzw. zu besonderen Veranstaltungen
  • Behandlung des Themas insbesondere im Religions- und Politikunterricht
  • Vorträge der Staatsanwaltschaft sowie der Stadtteilpolizisten zum Thema „Alkohol im Straßenverkehr“ mit praktischen Übungen, z.B. mit der Rauschbrille
  • Besondere Aktionen zur Stärkung der Persönlichkeit, Vertrauensbildung oder Aufzeigung von Alternativen (Theater, Klettergarten, Coolnesstraining, Gesundheitstag, alkoholfreie Cocktailbar und gesunde Ernährung am Tag der offenen Tür o. ä.)
  • Kontakte zu außerschulischen Organisationen (städtische Drogenberatungsstellen, Diakonie, Kreuzbund, Staatsanwaltschaft und Polizei)
  • Fortbildung der KollegInnen (schulintern oder –extern)

als auch Intervention im Bedarfsfall durch

  • Gespräche mit den SchülerInnen, LehrerInnen, insbesondere KlassenlehrerInnen, SozialarbeiterInnen und evtl. auch den Eltern
  • Vermittlung an Hilfsorganisationen (städtische Drogenhilfe, Diakonie, Jugendamt ect.)

Bei Konsum von illegalen Drogen auf dem Schulgelände oder Dealen sind auch Maßnahmen wie der Verweis vom Schulgelände oder evtl. Kontakt zur örtlichen Polizei nötig.

Theater und Kultur

In einem technischen Berufskolleg wie dem FJBK sind kulturelle Aktivitäten wie Theater- und Ausstellungsbesuche eher Randthemen. Trotzdem gibt es seit langem am FJBK Bemühungen, diesem Bereich mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen und ihn im Schulleben zu integrieren. Damit ist vor allem das Ziel ganzheitlicher Bildung verbunden. Die Persönlichkeit der SchülerInnen soll nicht nur einseitig durch den Umgang mit technischen Unterrichtsgegenständen und Problemen entwickelt und gefördert werden, sondern auch durch die Konfrontation mit Theater und Ausstellungen, die die Möglichkeit bieten, sich mit anderen Lebensentwürfen und Ideen in verschiedenen Zeiten auseinanderzusetzen und Handlungsalternativen kennenzulernen und selbst zu entwickeln. Gefördert wird auch die Auseinandersetzung mit politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Themen. Bilder und Spielszenen tragen dazu bei, dass die Inhalte nicht nur als Lernstoff erlebt werden, sondern auch Spaß machen können. Im Theater erleben die Zuschauer das Geschehen aktiv mit, sie fühlen mit den Protagonisten, identifizieren sich evtl. mit ihnen und/oder denken über das Geschehen auf der Bühne nach. Dies kann bei den SchülerInnen zu neuen Sichtweisen führen. Auch der Unterhaltungs-charakter trägt dazu bei, Vorurteile und festgefahrene Denkweisen zu überwinden, da man spielerisch an Alternativen herangeführt wird. Die Schülerinnen erfahren außerdem – anders als im Kino oder beim Fernsehen zuhause – dass ihr Verhalten von den Darstellern bemerkt wird und diese vielleicht stört und aus ihrer Konzentration holt. Hier ist es eben nicht egal, ob ein Zuschauer mit der Popcorn-Tüte hantiert. Zudem fördert das Theater bei den Schülerinnen konzentriertes Zuhören. Und nicht zuletzt trägt auch die Beschäftigung mit der Literatur bzw. der Interpretation von Literatur in der jeweiligen Inszenierung zur Persönlichkeitsbildung bei.

Regelmäßige Aushänge des Theaterprogramms und besonderer Angebote sollen die LehrerInnen und SchülerInnen informieren und die Lust zu Theaterbesuchen wecken. Einträge auf der Schulhomepage, Informationen in den Postfächern und vor allem die persönliche Ansprache der entsprechenden Fachkollegen ergänzen dies. Für Theaterbesuche steht Informationsmaterial zu den einzelnen Stücken zur Verfügung, so dass sich jeder auf den Theaterbesuch vorbereiten kann, wenn er möchte.

Viele unserer SchülerInnen kennen das Theater nicht und besuchen auch keine Museen. Es gibt häufig Schwellenängste. Außerdem gilt bei vielen unserer Jugendlichen Kultur als etwas Überholtes, Uncooles für alte Leute. Wenn also die Jugendlichen nicht ins Theater oder Museum gehen, müssen Theaterveranstaltungen und Ausstellungen in die Schule kommen. Es gibt regelmäßige Angebote von regionalen wie überregionalen Theatergruppen, in der Aula für größere Schülergruppen zu spielen, die die Schule zu unterschiedlichen Themenbereichen (z.B. Sucht- und Gewaltprävention, Grundrechte, Demokratie o. a.) wahrnimmt. Jedoch finden sich auch Angebote für Theater im Klassenraum (z.B. „Ich Komma Saufen“ des Vereins „Kunst gegen Sucht“). Dies ist gut in den normalen Unterricht einzubinden, kann aber auch ein besonderes Highlight sein. Es bieten sich insbesondere Anknüpfungspunkte zur Sucht- wie zur Gewaltprävention, aber auch zum Politikunterricht. Absprachen mit den jeweiligen FachkollegInnen sowie evtl. stundenplantechnische Absprachen sind hier notwendig. Material zu den jeweils aufgeführten Stücken steht den KollegInnen zur Verfügung.

Wenn möglich, ergänzen im Einzelfall Ausstellungen im FJBK den Unterricht, um den SchülerInnen die Möglichkeit zu geben, sich auch mit geschichtlichen Themen auseinanderzusetzen, z.B. mit der heute fast schon vergessenen Geschichte der ehemaligen DDR.

Es soll darauf geachtet werden, dass möglichst viele Schüler in den Genuss dieser Angebote kommen.

Förderung der Schriftsprache- und Lesekompetenz

dk plus

Gewaltprävention im FJBK - Theater und Schülertrainings

Am 2.10.2012 fand im Franz-Jürgens-Berufskolleg zum zweitenmal das Steimel-Menschner-Theaterprojekt zur Gewaltprävention statt. Zunächst wurde um 8.15 h in der Aula Färberstraße das Theaterstück "Tatverdächtige" aufgeführt. Anschließend nahmen acht Klassen an einem Schülertraining teil, insbesondere Schüler des Berufsgrundschuljahres und der Berufsfachschule. Das Training dauerte 90 Minuten und fand ab 9.30 h bzw. 11.25 h in den jeweiligen Klassenräumen statt.

In dem Theaterstück "Tatverdächtige" werden Ursachen und Wirkungen von Gewalt durch sechs Schauspieler in Szene gesetzt.

Weiterlesen ...